Jede Zahnlücke = eine Brücke?
Eine Zahnlücke stört das Aussehen und gefährdet die anderen Zähne
Mit einer Zahnlücke gehen viele erst dann zum Zahnarzt, wenn sie beim Blick in den Spiegel feststellen, dass sie durch den fehlenden Zahn unvorteilhaft und älter wirken. Aber auch eine Zahnlücke, die man nicht gleich sehen kann, muss in der Regel geschlossen werden. Denn sie ist - ganz besonders im Seitenzahnbereich - eine ernste Gefahr für die übrigen Zähne. Nach dem Verlust eines oder mehrerer Zähne dauert es meistens nicht lange, bis die Zähne, die die Zahnlücke begrenzen, in sie hineinkippen.
 Damit nicht genug: Den Zähnen im anderen Kiefer, gegenüber der Zahnlücke,fehlt der Gegendruck. Sie werden länger, weil sie mehr und mehr in den freigewordenen Raum hineinwachsen. (Das kann sogar zu ihrem Verlust führen.) Diese Veränderungen führen dazu, dass die unmittelbar mit der Zahnlücke im Zusammenhang stehenden Zähne falsch belastet werden und die funktionelle Einheit aller Zähne beeinträchtigt wird. Dieses kann im gesamten Kauorgan zu Störungen (Kraniomandibuläre Dysfunktion - CMD) führen, die Schmerzen in den Kiefergelenken und der Gesichts-, Kopf- und Halsmuskulatur zur Folge haben können. Bestimmen Sie ihr individuelles Risiko mit dem CMD - Zahncheck !
Sogar Tinnitus (Ohrgeräusche) und Schlafstörungen werden häufig beobachtet.
Eine Zahnlücke ist oft die Ursache für die nächste
An den Zähnen, die sich wegen der Zahnlücke schräg gestellt haben, entstehen grössere Ecken und Nischen, die die Ansammlung von Zahnbelag (Plaque) begünstigen, zumal die Zahnpflege in diesen Schlupfwinkeln erschwert ist. Dadurch wird nicht nur die Entstehung von Karies gefördert, sondern im Zusammenwirken mit der falschen Belastung der Zähne auch die Entstehung von Zahnfleischerkrankungen. Das sind die Erkrankungen, denen bekanntlich die meisten Zähne ab dem 35. Lebensjahr zum Opfer fallen.
Je früher eine Lücke versorgt wird, desto besser
Um größere Schäden zu vermeiden, muss eine Zahnlücke nach einer gewissen Ausheilungszeit versorgt werden. Abgesehen von Einzelfällen, in denen es aus zahnmedizinischen Gründen nicht sinnvoll ist, wird der Zahnarzt die Zahnlücke schließen - und zwar so, dass die Funktionseinheit der Zähne wiederhergestellt und das Aussehen nicht mehr gestört ist. Nach einer gründlichen Untersuchung (Zahncheck) der individuellen, sehr unterschiedlichen Gegebenheiten in der Mundhöhle berät der Zahnarzt, ob die Versorgung der Zahnlücke durch eine festsitzende Brücke,
ein Implantat
oder einen herausnehmbaren Zahnersatz (Prothese) geschehen soll.

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